Jochen Wöbke am 2. Februar 2018 verstorben

Die Tischtennis-Lilien sind zutiefst betroffen vom Tod von Hans-Joachim Wöbke und trauern mit seiner Frau Gudrun und seiner Familie. Jochen ist nach langer und schwerer Krankheit am 02.02.2018 verstorben; er wurde 76 Jahre alt.

 

 

Mit seinem Beitritt zum SV98 im Jahr 1955 wurde Jochen Mitglied der „Lilien“ und trug diese bis zu seinem Tod im Herzen. Er war mehr als nur ein engagiertes Vereinsmitglied. Jochen übernahm Verantwortung und gestaltete mit seiner menschlichen, positiven Art über viele Jahre die Geschicke der Tischtennisabteilung und des Gesamtvereins mit.

Nachdem sein Spielerpass im Jahr 1958 vom HTTV ausgestellt wurde, trat Jochen bis Mitte der 1970er Jahre als aktiver Spieler in unseren Teams an. In diese Zeit fällt auch seine Heirat im Herbst 1969 mit Gudrun (geb. Schild), die ebenfalls bei uns aktiv war. Diese Entscheidung der Beiden war für die weiteren Jahre von großer Bedeutung, denn Gudrun hat über all die Jahre Jochens ehrenamtliche Tätigkeit, die viel Zeit und Privatleben forderte, unterstützt und daran teilgenommen.

Zu Ende seiner aktiven Laufbahn engagierte sich Jochen immer mehr in der ehrenamtlichen Tätigkeit für die Abteilung und später auch für den Gesamtverein. Bevor er im Sommer 1972 zum Abteilungsleiter der Tischtennisabteilung gewählt wurde, arbeitete er zwei Jahre lang in der 9-köpfigen Vorstandsgemeinschaft mit. Im Frühjahr 2003 verzichtete Jochen nach mehr als 30 Jahren auf die Wiederwahl als Abteilungsleiter. Seine Amtszeit endete im Sommer 2003, nachdem er zuvor mit einer großen Abschiedsfeier von den Abteilungsmitgliedern der Tischtennisabteilung, dem Vereinspräsidenten und Vertretern des Tischtenniskreises gewürdigt, geehrt und verabschiedet worden war. An diesem Abend wurde er vom HTTV mit der höchsten Auszeichnung für Vereinsarbeit, der Goldenen Ehrennadel, geehrt.

Von 1972 bis 1990 war Jochen als Abteilungsleiter Mitglied des Vorstandes des Gesamtvereins SV98. Im Sommer 1990 wurde er in Krisenzeiten des Gesamtvereins in eine „Leitungskommission“ berufen, die den SV98 nach dem Rücktritt des damaligen Präsidenten führte. Im Dezember 1990 wurde er dann als Vorsitzender der Amateurabteilungen Mitglied des neuen Präsidiums des SV98. Diesem gehörte er bis Herbst 1999 in unterschiedlichen Funktionen an. Bis die Krankheit es Jochen zuletzt nicht mehr ermöglichte, war er weiterhin in der Vereins- und Abteilungsführung beratend tätig. Seine Erfahrung, sein Rat, seine Kompetenz und seine den Menschen zugewandte Art werden uns auf allen Ebenen fehlen. Vom SV98 wurde Jochen vielfach für seine langjährige Mitgliedschaft, seine aktive sportliche Tätigkeit und für seine führende Verwaltungstätigkeit geehrt. Als besondere Wertschätzung für all seine Verdienste für den Verein wurde Jochen im Herbst 2003 zum Ehrenmitglied ernannt.

Als herausragende Ereignisse in Jochens Wirken als Abteilungsleiter fallen der Aufstieg der 1.Damenmannschaft in die 1.Bundesliga in der Saison 1979/1980 und der rasante Aufstieg der 1.Herrenmannschaft bis in die Regionalliga in der Saison 1989/1990. Während seiner Abteilungsleitertätigkeit von 1972 bis 2003 war die Tischtennisabteilung konstant mit etlichen Damen-, Herren- und Jugendmannschaften regional und überregional vertreten und hatte über Jahre hinweg eine Spitzenposition im südhessischen Tischtennis inne. Diese Erfolge sind Jochens unermüdlichem Einsatz für die positive Entwicklung der Abteilung zu verdanken. Neben der Förderung der sportlichen Leistungsfähigkeit der jungen Abteilungsmitglieder war es Jochen ein großes Anliegen, über das Sportliche hinaus mit Rat und Tat zu helfen und deren Ansprechpartner zu sein. Alle Tischtennis-Lilien schätzten Jochens Ehrlichkeit, seine Zuverlässigkeit und sein Vertrauen. Unvergessen werden auch die vielen geselligen Abende, Schleifchenturniere und Abteilungsveranstaltungen mit Jochen bleiben. Einige Bilder aus dieser Zeit können in der Bildergalerie des historischen Archivs unserer Homepage (www.sv98tt.de) betrachtet werden.

Mit Jochen verlieren wir nicht nur einen fairen Sportkameraden, sondern auch den Förderer und Ideengeber der Tischtennisabteilung, einen wertvollen Menschen, einen Freund. Jochen wird uns in dankbarer Erinnerung bleiben und wir werden ihm ein würdiges Andenken bewahren. Das, was er uns über all die Jahre vorgelebt und vermittelt hat, hat uns geprägt und wird weiterhin Bestand haben.

EH